Gemeinsame Ausstellung

 

 

 

 

Sie sind keine Märchenfiguren...

...auch nicht die Turmspitzen einer Stadt oder Hügel im Leinebergland: Die »Göttinger Sieben« waren Professoren der Universität Göttingen, die sich 1837 gegen König Ernst August von Hannover stellten. Der neue Regent hatte per Dekret das liberale hannoversche Staatsgrundgesetz außer Kraft gesetzt. Die »Sieben« fühlten sich weiterhin der Verfassung verpflichtet und verweigerten aus Gewissensgründen dem König die Huldigung.

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Die folgende Auseinandersetzung im November 1837 war im Kern ein »Kampf der politischen Kulturen«: Absolutismus gegen Konstitutionalismus. Der Monarch von Gottes Gnaden kämpfte um seinen Vorrang gegenüber einer Verfassung, die seinen Handlungsspielraum einschränkte. Für den Moment musste sich das Neue der alten Macht noch beugen. Die Göttinger Sieben wurden entlassen, drei von ihnen außer Landes gezwungen. Aber sie waren nicht allein, eine breite Öffentlichkeit im In- und Ausland verfolgte das Geschehen und unterstützte die Verfolgten. Vier der Göttinger Sieben waren 1848 Mitglieder der Paulskirchenversammlung und gelten damit als Wegbereiter der parlamentarischen Demokratie in Deutschland.