Gemeinsame Ausstellung
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Städtisches Museum Göttingen
(27.01.2008 bis 13.04.2008) -
Historisches Museum Hannover
(17.10.2007 bis 13.01.2008)
Faltblatt „Ihr Reiseplan“ für den ICE 772 „Göttinger Sieben“
(Frankfurt Hamburg-Altona / Kiel Frankfurt)
gültig ab Februar 1999
Die Würdigung der Göttinger Sieben in der Bundesrepublik als couragierte demokratische Vorbilder erreichte auch das Alltagsleben: In den 1990er Jahren trug ein ICE ihren Namen durch ganz Deutschland. Beinahe eine Ironie der Geschichte, denn zu Lebzeiten der »Sieben« sträubte sich Ernst August zunächst gegen das innovative Verkehrsmittel Eisenbahn. Er wolle nicht, so ein überlieferter Ausspruch, dass ein Schusterjunge so schnell reisen könne wie er selbst, der König.
Die ersten Bahnlinien endeten vor den Toren der Residenzstadt, in Lehrte und Wunstorf. 1843 erhielt auch Hannover Anschluss ans Schienennetz. Im ICE-Zeitalter ist der hannoversche Hauptbahnhof einer der verkehrsreichsten Bahnknotenpunkte Deutschlands. Wer hier aussteigt, trifft in der City zuerst auf das Ernst-August-Reiterstandbild. Für die Hannoveraner ist es ohnehin fester Bestandteil des städtischen Lebens. Verglichen mit dem Treffpunkt »unterm Schwanz« bleibt das Denkmal für die Göttinger Sieben am Landtag ein wenig »entrückt«.
(Arne Steinert)
