Gemeinsame Ausstellung
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Städtisches Museum Göttingen
(27.01.2008 bis 13.04.2008) -
Historisches Museum Hannover
(17.10.2007 bis 13.01.2008)
Es begann in Göttingen...
Winfried Löschburg: Es begann in Göttingen. (Ost-)Berlin 1964
Die offizielle Geschichtsschreibung der DDR konnte die Göttinger Sieben nur bedingt in die propagierten demokratisch-sozialistischen Traditionslinien einfügen. Zwar würdigte man den Mut und die Öffentlichkeitswirkung der Professoren. Die verfassungsrechtlichen und sittlich-moralischen Begründungen für die Protestation galten jedoch als wenig bedeutend für den »historischen Fortschritt«.
Beim Versuch, den Protest der 18 bundesdeutschen Atomwissenschaftler propagandistisch zu vereinnahmen, leistete ein Rückgriff auf die »Sieben« allerdings gute Dienste. Winfried Löschburg1 zog in seiner populärwissenschaftlichen Darstellung die entsprechenden Verbindungen:
»In den Jahren 1837 und 1957 wie auch in vielen weiteren Aktionen wurde die Universitätsstadt Göttingen zum Schauplatz bedeutsamer kämpferischer Traditionen deutscher Wissenschaftler, die die Menschen auf-rüttelten und der Oppositionsbewegung neuen Mut und Kraft und Impulse gaben.« (S. 6)
(Arne Steinert)
- Die vollständigen Titelangaben:
"Es begann in Göttingen", Humanistische und revolutionärdemokratische Traditionen des Bürgertums, vol. 13, Berlin, Buchverl. Der Morgen, pp. 219, 1964 .
